Ständige Erreichbarkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und genereller Stress spielen nicht erst seit Corona eine zentrale Rolle bei der psychischen Gesundheit von Menschen. Durch die Pandemie haben sich diese Stressoren aber radikal verschärft. Alle Problemstellungen spielten sich zumeist unter einem Dach ab. Wie soll man gleichzeitig arbeiten und Kinder betreuen? Wo sind die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit, wenn man durch äußere Faktoren keine regelmäßigen Arbeitszeiten hat? Diese nur exemplarisch ausgewählten Fragestellungen zeigen deutlich auf, dass die eigene, insbesondere psychische Gesundheit, oftmals hinten ansteht – Andere Dinge gehen eben vor und sorgen dafür, dass Burnout- oder Depressionssymptome übergangen werden. Digitale Hilfestellungen können in diesem Zusammenhang nutzen, das richtige Gleichgewicht wiederzufinden und stärker auf sich selbst zu hören. Die Smart City Göttingen hat sich dieses Themas angenommen.
„SorgstDuDich?“ ist die regionale online-Plattform für mentale Gesundheit. Sie stellt niedrigschwellig wesentliche Informationen von Depressionen zur Verfügung. Im Kern steht der „SorgstDuDich?“-Kompass. Er vermittelt und empfiehlt Werkzeuge, die bereits im Vorfeld von akuten Erkrankungen die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit für die mentale Gesundheit im Alltag schärfen. Er enthält individuelle Hilfestellungen, die als Handreichung zur Stärkung des Wohlbefindens, der Resilienz und damit vor allem der Depressionsprävention dienen. Die Tipps sind in unterschiedliche Handlungsfelder gegliedert. So können Nutzer*innen zielgenau auf ihre abgestimmte Unterstützung bekommen. Es handelt sich nicht um eine medizinische Behandlung. Das Angebot richtet sich an Betroffene und Angehörige gleichermaßen. Zusätzlich soll nach demselben Prinzip des Kompasses das Finden der richtigen medizinischen Ansprechpartner*innen erleichtert werden. Die Entwicklung findet als Co-Creation von Ärzt*innen, Patient*innen, Angehörigen und Entwickler*innen statt.
