Das Onlinezugangsgesetz (OZG) ist die gesetzliche Grundlage für das bis dato größte Modernisierungsprojekt der öffentlichen Verwaltung seit Bestehen der Bundesrepublik. Dazu gehören Dienstleistungen für Bürger*innen ebenso wie OZG-konforme Planungs- und Genehmigungsverfahren nach den Prinzipien der EfA für die digitalisierte Verwaltung und Wirtschaft.
Entwicklungsziele wie die Einführung digitaler Identitäten oder die rasante Entwicklung von KI betreffen beispielsweise alle Menschen und Unternehmen. Öffentliche Innovationslabore zur Digitalisierung und Kulturentwicklung im öffentlichen Dienst sind bei europäischen Digitalisierungsführern wie Dänemark bereits fest institutionalisiert. Ein konzeptionelles Pendant für die Region Südniedersachsen, wenn auch in kleinerem Rahmen, ist wünschenswert.
Vor diesem Hintergrund ist es zielführend, entsprechende Qualifizierungs¬angebote und Innovationsräume für die betroffenen Gruppen zu entwickeln und bereitzustellen. Bei der Entwicklung solcher Angebote kommt den Kommunal¬verwaltungen eine Schlüsselposition zu.
Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Umsetzung des OZG und der Einführung von zielgruppengerechten Prozessen durch die Verwaltungen. Entscheidend ist, dass dabei der Kompetenzerwerb und die Entwicklung einer Innovationskultur im öffentlichen Dienst gleichermaßen berücksichtigt werden.
Das Projekt wird durch einen Mix von Interventionen und Qualifizierungsangeboten gekennzeichnet sein. So sind unterschiedliche Bildungsformate wie Workshops, Coachings, Schulungen in Präsenz, hybrid wie online vorgesehen. Ein kontinuierlicher Kommunikationsprozess mit allen beteiligten Akteuren -intern in den Verwaltungen und extern in der Bürgerschaft, in betroffenen Gemeinden, Einrichtungen und Unternehmen — ist entscheidend für den Projekterfolg.
Zur Gestaltung dieser Projektaufgaben werden eine digitale Plattform und verschiedene Prozesstools notwendig sein. Diese Interaktions- und Bildungs-plattform für die kollaborative Entwicklung von Digitalisierungsvorhaben (im aktuellen wie auch in nachfolgenden Projekten) sollte, wenn möglich, auf bereits vorhandenen Lösungen basieren.

