Das Interesse an Glasfaseranschlüssen ist groß. Auch im Göttinger Stadtgebiet können viele Haushalte bereits von den besonders schnellen Verbindungen für Telefon-, Internet- und TV-Anschlüsse profitieren. Mehrere Unternehmen bauen in unterschiedlichen Stadtgebieten das Netz eigenverantwortlich und eigenwirtschaftlich weiter aus bzw. planen den Ausbau ab 2026.
Der Bundesgesetzgeber hat festgelegt, dass der Glasfaserausbau privatwirtschaftlich erfolgen soll und durch den Wettbewerb entschieden wird. Die Stadt Göttingen baut das Glasfasernetz daher nicht selbst aus. In Göttingen aktiv sind aktuell die Firmen Deutsche Glasfaser, Goetel, OXG und Deutsche Telekom.
„Wir begrüßen jeden weiteren Ausbau mit Glasfaser im Göttinger Stadtgebiet“ betont Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. „Es ist mit Blick auf die digitalen Anforderungen der Zukunft – egal ob auf gewerblicher oder privater Ebene – wichtig, dass es in Göttingen eine optimale Breitbandverbindung gibt. Dafür ist Glasfaser die Schlüsseltechnologie. Der Glasfaserausbau ist für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Göttingen ein sehr gutes Zeichen.“
Um einen entsprechenden Anschluss zu erhalten, müssen die Grundstückseigentümer*innen mit der jeweiligen Firma einen Gestattungsvertrag abschließen, um die Installations- und Verlegearbeiten auf dem eigenen Grundstück zu erlauben. Die Anschlüsse an das Glasfasernetz sind je nach Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung (meist bis zum Beginn der Bauarbeiten in einer Straße) kostenfrei, vorhandene Leitungen für Telefon, Internet und Kabelfernsehen bleiben bestehen. Weiterführende Informationen dazu bieten die jeweiligen Unternehmen auf ihren Webseiten. Wichtig zu wissen: Für einen installierten Glasfaseranschluss muss also nicht unmittelbar auch ein neuer Vertrag abgeschlossen werden. Das kann je nach Bedarf auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.
Meist nur kurze Baumaßnahmen für die Verlegung nötig
In der Regel beginnt der Ausbau mit der Verlegung von Zuleitungen und neu zu errichtenden Verteilerkästen. Die Glasfaserleitungen liegen meist im Geh- und Radwegbereich. An Kreuzungen können Straßenquerungen erforderlich sein. Hier ist mit Beeinträchtigungen durch Teil- oder Vollsperrungen und Baulärm zu rechnen. In den meisten Fällen benötigen die Baustellen aber nur kurze Zeit.
Goetel und die Deutsche Telekom haben bereits Weende, Nordstadt, Gewerbegebiet Grone-Nord, Hetjershausen mit Glasfaser versorgt. Ab 2026 wird auch die Firma OXG den weiteren Ausbau für mehr als 54.000 Haushalte in den Stadtteilen und Bereichen Geismar, Grone, Holtenser Berg, Leineberg, Südstadt, Teile der Oststadt, Weststadt, Ebertal und Zietenterrassen voranbringen. Eigentümer*innen können ab sofort ihre Zustimmung für den kostenlosen Glasfaseranschluss geben. Die Deutsche Glasfaser hat großes Interesse signalisiert, die Stadtteile Elliehausen, Groß Ellershausen und Holtensen mit Glasfaser auszubauen.
