Auch die Corona-Pandemie hat wieder vor Augen geführt, welchen hohen Stellenwert die Kultur in der Göttinger Gesellschaft hat. Viele Künstler*innen, Orchester und Bühnen sind während der Pandemie dazu übergangen, ihr Angebot live oder als Aufzeichnung zu streamen und zur Verfügung zu stellen. Das wurde zwar sehr gut angenommen, ist das aber wirklich das Ende der Fahnenstange wenn es um Digitalisierung von Kulturangeboten, auch nun nach der Pandemie, geht? Die Blackbox Kultur soll einen Raum bieten, um genau diese Frage auszureizen.
Welche digitalen Möglichkeiten gibt es, Bühnen, Ensembles und Künstler*innen bei ihren analogen Aufführungen zu unterstützen? Die Blackbox Kultur soll ein realer Innovationsraum für Kunst und Kultur zur Exploration neuer digitaler Möglichkeiten und zur Begleitung der digitalen Transformation in der Szene sein. Althergebrachte Formate und Dinge sollen da auf den Kopf gestellt und neu gedacht werden können.
Wie unterstützt Digitalisierung die analoge Bühne bei der Darstellung, bei der Interaktion mit dem Publikum oder als verknüpfendes Element von moderner Technologie und kulturellen Orten? Erste Schritte wurden mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz beim Schreiben von Theaterskripten bereits gemacht. Der Einsatz von Holographie als Bühnenelement für virtuelle Schauspieler*innen oder Kulissen ist dabei nur eins der offensichtlicheren Anwendungsfelder moderner Technologie. Wieso sollte nicht auch mit Hilfe von Digitalisierung der aktive Kontakt während Aufführungen zwischen Publikum und Bühne intensiviert werden? Alles, was denkbar ist, soll gedacht und ausprobiert werden, um die analogen Bühnen der Stadt mit digitalen Elementen anzureichern und spannend zu gestalten.

